tpa: 8 fehler von gsp-fans

6. Fehler: Zu Unterstellungen greifen / PappkameradInnen aufbauen, um sie umhauen zu können statt sich mit den tatsächlichen Gegenpositionen argumentativ auseinanderzusetzen.

wobei sich die antidemokratische aktion sicher wieder über die gleichsetzung mit dem gsp aufregt, sie sich aber einmal fragen sollte, woher so etwas denn kommt. doch nicht von ungefähr!

ein lachendes und ein weinendes

Glaubt ihr antikommunistisches Gesocks eigentlich wirklich, dass eine kommunistische Machtübernahme ausreicht, um sofort alle Überbleibsel der bürgerlichen Barbarei zu beseitigen? Aus diesem Ungeist sind in der Geschichte solche Ekelhaftigkeiten geboren wie die „Revolte“ von Kronstadt, der Trotzkismus und der Gegenstandpunkt.

(mohammed ganz trocken bei ambivalenz)

am rande sei noch bemerkt, dass uns mit der aufgabe mpunkts nun wahrscheinlich etwas weniger gegenstandswechsel anstehen. mal sehen was hier noch kommt.

determinismus vs. empirie

Der zweite Referent von jimmy boyle Berlin nahm sich das in der bürgerlicher Presse vertretene Theorem vor, dass der rechtsextreme Terror im Osten aus der hohen Arbeitslosigkeit dort resultiere. Damit wird aber bloß Mitleid für die Nazis ausgedrückt, statt sich ihre Positionen zu erklären.

zeichnet mpunkt nach und hat sich bestimmt auch dieses deluxe-“argument“ einleuchten lassen:

Als Erklärung ist das schon empirisch nicht haltbar, weil ja nicht alle Arbeitslosen Nazis werden und umgekehrt auch nicht alle Nazis Arbeitslose sind.

denn arbeitslosigkeit ist für manche scheinbar ein gesellschaftliches phänomen, welches sich nur auf diejenigen auswirkt, die unmittelbar davon betroffen sind. und schon ist es „empirisch nicht haltbar“. und bekräftigt diese sicht noch einmal:

Warum, ist auch klar: Arbeitslosigkeit ist nämlich nur eine Lage, wie man sich diese erklärt, folgt daraus jedoch nicht. Die entsprechenden Schlüsse muss schließlich jeder selbst ziehen, was im übrigen auch die Widerlegung aller anderer Determinanten(kombinationen) ist, die zum Faschismus führen sollen.

alternative „klischeevergewaltigungen“

Das Argument war ja, dass es bei der Vergewaltigung eben gar nicht mehr um den Genuss am Sex geht, sondern ums Prinzip, also den Rechtsanspruch, für dessen Durchsetzung der Sex nur noch das Mittel ist.

mpunkt psychologisiert sich vergewaltigungsgründe herbei. und zwar weil er genau weiss in welchen beziehungen am meisten vergewaltigt wird:

Damit triffst Du aber schon mal den Großteil der Vergewaltigungen überhaupt nicht, nämlich die in der Ehe oder Beziehung.

mpunkt weiss also auch um die häufigkeiten bestimmter beziehungstatus genauestens bescheid. was mit den ebenfalls nicht unhäufigen „vergewaltigungskonstallationen“ verwandschaft (also nicht verheiratet) oder freundschaft ist, ob diese nicht gar den zweiten „grossteil“ ausmachen, wird wohl sein geheimnis bleiben, solange er sein linkes klischeebild von vergewaltigungen vor sich her trägt.

aber keine panik, mpunkt bekam glücklicherweise noch ein nichtklischeegemässes beispiel an dem er immerhin nationalismus „nachweisen“ kann:

Und gerade bei Deinem Beispiel mit den vergewaltigenden Soldaten ist doch der sexuelle Aspekt am deutlichsten nicht Sinn der Sache, sondern nur Mittel zum Zweck. Zum einen wieder der Durchsetzung des (eingebildeten) Rechtsanspruches, nämlich den universellen auf den besiegten Feind. Dann als Mittel ihn zu entehren … und das soll bitte nicht moralisch sein? Und last but not least das alles mit der universellen moralischen Rechtfertigung, damit einen nationalen Auftrag zu erfüllen, also dem Vaterland zu dienen.

peter decker meldet sich im virtuellen raum zu wort: „[…] hätten wir uns längst an der fälligen Klärung beteiligt.“

1.
Ich mag den Stil, Verlauf und die aufgedrehte Präsentation eurer Debatte nicht und frage mich, ob das am Medium liegt, d.h. ob ihr meint, angeberisch ironische Pseudonyme, mal herabsetzende, mal herablassende Beschimpfungen und sonstige Elemente einer fetzigen Kritik und Gegenkritik wäret ihr dem Medium Internet schuldig: Ein sehr kleiner Kreis von gut unterrichteten, man möchte sagen, geschulten Leuten diskutiert im elektronischen toten Briefkasten virtuell weltöffentlich Unklarheiten über die Staatstheorie und versucht mit den genannten Touren sich und die Debatte für die Welt, die gar nicht hinschaut, interessant zu machen. Tatsächlich liegen die Diskutanten im praktischen Standpunkt und theoretisch nicht weit auseinander. Tatsächlich streitet ihr zweitens um schwierige Fragen, die überall aufkommen, wo unsere Staatstheorie rezipiert wird. Und dann beharkt ihr euch, als ob ihr es mit lauter Dummköpfen, Renegaten und Antikommunisten zu tun hättet. Ihr steigt einander auf lauter Abwege nach und verliert die Hauptsache eine Weile aus den Augen, findet über Umwege wieder zurück; beleidigt einander und verbraucht dann wieder Zeilen und Zeit, um zu einem sachlichen Ton zurückzufinden bzw. einander zu einem solchen Ton zu ermahnen. Statt der endlosen Threads und Kurz-Stellungnahmen fände ich es viel nützlicher, wenn die Protagonisten identifizierbar unterschiedlicher Auffassungen ihre Sicht einmal zusammenhängend aufschreiben und der Auffassung, die sie für verkehrt halten, gegenüberstellen würden. Solche Anfragen oder Stellungnahmen an die Gegenstandpunkt-Redaktion geschickt, hätten wir uns längst an der fälligen Klärung beteiligt. Aber euch ist das Medium, euere Internet-Plattform wichtiger, als eine Klärung mit uns. Wir bekommen anonymisierte e-mails zugeschickt, dass wir eure Diskussion nicht ignorieren sollen. Antworten können wir dem anonymen Schreiber nicht schicken, aber Mitglied im Internet-Diskutierklub sollen wir werden.

peter decker macht dem forum kapitalismuskritik seine aufwartung (in 6 punkten).

das stellt sich somit zur welt erst dann kritisch, wenn’s scheisse regnet und sonst gar nicht.

Vielmehr halte ich ihn [den antifaschismus] für einen sachlichen Fehler, weil diese Ideologie mit einem Vorurteil auf die Welt losgeht: Nämlich alles nach dem moralischen Urteil Faschismus=böse vorzusortieren! Das stellt sich somit zur Welt erst dann kritisch, wenn’s Faschismus gibt und sonst gar nicht.

stimmt trashboy, da hast du gut aufgepasst in der politischen bildung. analog zur ideologie des antidemokratismus (bsp) oder antikapitalismus, von denen einige moralisten ja beinhart behaupten, sie würden „logisch notwendig“ schädigen.

„Eine Unverschämtheit, einen mit dem Decker an einen Tisch zu setzen. Das verstößt doch gegen die Menschlichkeit!“

… so ein ums ganze-kongress-referent laut emanzipationoderbarbarei, denn:

Anschließend machte Peter Decker vom Gegenstandpunkt das, was Leute vom Gegenstandpunkt immer machen: er hat sog. “Argumente” vorgetragen, die mit der eigentlichen Diskussion wenig bis gar nichts zu tun hatten. So ging es ihm vor allem darum nachzuweisen, das alle diejenigen, die Rechte einfordern, letztlich an den guten Staat glauben. Der Logik dahinter beruht auf der unhinterfragten Annahme das sich aus den konkreten Forderungen auf die Motivation bzw. die politische Analyse schließen lässt. Instrumentelles Verhalten, strategische Überlegungen und dergleichen mehr tauchen in diesem doch recht plumpen Modell schlicht nicht auf. Weshalb Thomas Seibert dann auch richtigerweise einfach die Debatte verweigerte. Was ich für eine der großartigsten Aktionen während des gesamten Kongresses halte.

mpunkts logikwende oder wie begründe ich grau mal mit weiss und mal mit schwarz

Zum anderen, weil aus der Gegnerschaft zu der einen Sorte Schädigung (Faschismus) logisch doch nie und nimmer eine Parteinahme für eine andere Sorte Schädigung (Demokratie) folgt.

eine 180grad-wende, denn das klang schon einmal ganz anders:

Wer aus seiner Faschismuskritik (die dann nicht viel taugen kann) nun aber den Schluss zieht, Antifa zu werden, der ist tatsächlich ein Fan der demokratischen Herrschaft.

diskussionsgrundlage

Ihr Sympathisanten des GSP seit eben doch die legitiman Nachfolger der trotzkistisch-bolschewistischen Arbeiterbewegung.

gegenstandswechsel von ware, nur um das geprüfte argument zu necken? egal, denn sowas kümmert neoprene zum glück nicht, der da prompt korrigiert:

Als letzten unsachlichen Nachtrag möchte ich dann doch einwerfen, daß die MG/GSPler wenn schon denn schon eher der legitime(?) Nachfolger der Stalinisten sind.
Denn daß sie keine Bolschewisten, also auch keine Leninisten sind, das beweisen uns sagen sie ja allemal.

phoenix aus der asche?!

Schon gemerkt, der GSP leitet immer alles nur vom Staat ab. Auf Grund dieser und anderer Verkürzungen sind sie auch nicht in der Lage Phänomene wie “Faschismus”, “Sexismus” oder “Homophobie” schlüssig zu erklären.

Mal abgesehen, dass der Satz so nicht richtig ist und du offenbarst, dass du vom GSP so viel Ahnung hast, wie ein Marienkäfer vom Atombombenbau, so ist es ja wirklich völlig absurd, dass der Vorschlag, einen bürgerlichen Staat anders zu gestalten („Faschismus“) irgendwas mit „Staat“ zu tun hat…wirklich, völlig absurd.

Aber schön, dass dieses linke Vorurteil über den GSP noch existiert, dann weiß man wenigstens, welche Argumentationen man immer parat haben muss :-S

das geprüfte argument meldet sich zurück.

übrigens: ein drittel (des zweiten satzes!) hast du widerlegt – und wie wäre der zweite mit den begriffen „sexismus“ und „homophobie“ (mit viel ahnung vom gsp) dann so richtig?

heute ist alles anders oder warum man nur im dritten reich richtiger antifaschist und staatsfeind sein konnte

Wer aber heutzutage sich auf diesen Standpunkt stellt hat erstens das “Problem” dass sein Standpunkt überhaupt nicht im klaren Gegensatz zum dem der Nation steht (was 33′ zweifelsfrei so gewesen wäre) und ebenso größtenteils nicht entgegen des Standpunktes deren Staatvolks.

völlig logisch und kausal, lampean. und zweifelsfrei.

wahre gegner der bürgerlichen herrschaft

“Antifaschismus” ist ja erst einmal ziemlich inhaltsleer, weil diese Sammelbezeichnung ja nur eine Gegnerschaft zum Faschismus ausdrückt, ganz getrennt von den Gründen, die man für diese hat. Man kann daher auch nicht sinnvoll sagen, ob Antifaschismus richtig oder falsch ist, sondern nur, ob die jeweiligen Gründe für diese Gegnerschaft etwas taugen.

so weit, so naja (schädigt faschismus nicht auch „logisch notwendig“?). aber dann:

Und da kann man in der Tat sagen, dass jeder, der aus der Faschismuskritik den Schluss zieht, Antifa zu werden und nicht Gegner der bürgerlichen Herrschaft, also Kommunist, eine untaugliche Faschismuskritik geleistet hat, die dann auch Demokratieaffirmation zum Inhalt hat.

und da kann man in der tat sagen, dass jeder, der aus der faschismuskritik den schluss zieht, kommunist zu werden und somit gegner der bürgerlichen herrschaft, also nicht antifa, eine taugliche faschismuskritik geleistet hat, die dann auch antidemokratismus zum inhalt hat. (antidemokratismus analog zu antifaschismus „ja erst einmal ziemlich inhaltsleer“)

klare worte gen mpunkt

Hör’ doch auf herumzuheucheln. Dir gehts auch nicht um Klärung, sondern um von GSP Inhalten. Das sieht man an den Diskussionen, die du einfach nicht fortsetzt, wenn im Ergebnis die Wahrheit falsch lokalisiert ist (siehe dein religiöses Verständnis des Staates, der Produktionsweisen einfach mal “durchherrscht”). Bei so viel dreister Lügerei kann einem nur noch der Hut hochgehen.

das kann er, libelle, gut erkannt. deine dezente anspielung war sicher auf die (final)diskussion um nochmal staat und kapitalismus gerichtet. du hattest es auch damals schon hervorragend auf den punkt gebracht:

Das einzige, was in der Diskussion fehlt ist, dass MPunkt seinen Fehler zugibt.

hat er natürlich nicht getan, das fehlte ja noch. (vorläufiges) ende der geschichte:

@ bilbo, libelle, Ware: Sorry, aber eine Diskussion des Themas in der von Euch betriebenen Intensität würde von mir erfordern, wie in schlechten alten KF-Zeiten oft mehrere Stunden täglich dafür aufzubringen. Und das habe ich für Internetdiskussionen nicht mehr vor.

warum gegenstandpunktler feindliche trolle nur löschen, aber nicht kritisieren können

Und diesem Zweck kann es durchaus angemessen sein, Beiträge, die nicht dazu gedacht sind, sondern z.B. nur eine bereits vorher feststehende Feindschaft bebildern sollen, zu löschen.

so und durch mpunkts überprüfung der inhaltlichen relevanz eines nicht mehr nachzuvollziehenden kommentars wird die rigide löschung desselben begründet. (feinddiskussion wieder aktuell ab hier)

sektenfreaks

Wir Sektenfreaks sind doch eh alle gleich, also erwarte da auch in Zukunft von mir keine sonderlich abweichenden Ansichten.

rita übt präventive selbstironie.

eigentlich kausal logisch: demokratiefans!

“Verbrechen” bezieht sich nun mal darauf, dass es vom Staat verboten ist, oder, so moralisch vorgebracht, dass es zumindest eigentlich von ihm verboten sein müsste.

antidemokratische aktion zelebriert ein wenig gsp-kausalismus.

kleiner sachfremder teaser

Eine Vergewaltigung ist doch erst mal eine Schädigung. Zu der stellt man sich vernünftig, in dem man sich diese erklärt, um deren Ursachen aus der Welt zu schaffen.

meint mpunkt dazu, warum rache (bei einer vergewaltigung) „verkehrt“ sein soll.




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