wahre gegner der bürgerlichen herrschaft

“Antifaschismus” ist ja erst einmal ziemlich inhaltsleer, weil diese Sammelbezeichnung ja nur eine Gegnerschaft zum Faschismus ausdrückt, ganz getrennt von den Gründen, die man für diese hat. Man kann daher auch nicht sinnvoll sagen, ob Antifaschismus richtig oder falsch ist, sondern nur, ob die jeweiligen Gründe für diese Gegnerschaft etwas taugen.

so weit, so naja (schädigt faschismus nicht auch „logisch notwendig“?). aber dann:

Und da kann man in der Tat sagen, dass jeder, der aus der Faschismuskritik den Schluss zieht, Antifa zu werden und nicht Gegner der bürgerlichen Herrschaft, also Kommunist, eine untaugliche Faschismuskritik geleistet hat, die dann auch Demokratieaffirmation zum Inhalt hat.

und da kann man in der tat sagen, dass jeder, der aus der faschismuskritik den schluss zieht, kommunist zu werden und somit gegner der bürgerlichen herrschaft, also nicht antifa, eine taugliche faschismuskritik geleistet hat, die dann auch antidemokratismus zum inhalt hat. (antidemokratismus analog zu antifaschismus „ja erst einmal ziemlich inhaltsleer“)


6 Antworten auf “wahre gegner der bürgerlichen herrschaft”


  1. 1 wurscht 29. November 2007 um 10:59 Uhr

    Um es etwas einfacher auszudrücken: Wer kein Kommunist ist, ist Demokrat und damit potentieller Faschist!
    Ein GSPler hat es halt gern einfach, und mit klar umrissenen und klar abgrenzbaren Feindbildern.

  2. 2 wurscht 29. November 2007 um 13:24 Uhr

    Es bestimmt neuerdings der gezogene Schluss über die Tauglichkeit einer Analyse und nicht mehr deren Inhalt. Sagen Sie es doch wie es ist: Nur über einen Gegenstandswechsel kann MPunkt die Faschismuskritik eines Antifa kritisieren und nicht an deren Inhalt selbst.

  3. 3 scheckkartenpunk 29. November 2007 um 14:14 Uhr

    „Wer kein Kommunist ist, ist Demokrat und damit potentieller Faschist!“

    was so auch erst mal zu beweisen wäre. schon alleine die selbstbezeichnung als kommunist bewahrt nicht davor faschist zu sein. auch eine gegnerschaft zur demokratie nicht, denn diese besetzen faschisten ebenfalls. ein anhaltspunkt wäre das „weiter“ nach der demokratie, aber genau und insbesondere hier habe ich zweifel, ob so mancher selbstgefühlte kommunist mit toller analyse und theoretischem wissen nicht faschismusaffin ist.

    die grundlage der kopplung von faschismuskritik und demokratiegegnerschaft ist doch im grunde genauso eine tautologie wie die im selben blog kritisierte kopplung von antiantisemitismus und kapitalismuskritik. die position wabert.

  4. 4 Antidemokratische Aktion 29. November 2007 um 18:07 Uhr

    Nein, die Kritik an Demokratiefans ist nicht, dass sie potentielle Faschisten sind. Sondern dass sie eine Herrschaft unterstützen, die sie und andere notwendig schädigt. Aber ein Herr wurscht braucht eben Lügen, damit er diese als Kritik ausgeben kann.

  5. 5 tee 29. November 2007 um 18:50 Uhr

    Sondern dass sie eine Herrschaft unterstützen, die sie und andere notwendig schädigt.

    stimmt – und wenn man wie mpunkt einfach antifa = demokratiefans vorraussetzt („Antifa zu werden und nicht Gegner der bürgerlichen Herrschaft“), passt die kritik sogar für antifas.

  6. 6 Anonymous 30. November 2007 um 10:50 Uhr

    Der Punkt ist nicht die Kritik an den Demokratiefans sondern die Konstruktion der Demokratiefans.

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