mpunkts logikwende oder wie begründe ich grau mal mit weiss und mal mit schwarz

Zum anderen, weil aus der Gegnerschaft zu der einen Sorte Schädigung (Faschismus) logisch doch nie und nimmer eine Parteinahme für eine andere Sorte Schädigung (Demokratie) folgt.

eine 180grad-wende, denn das klang schon einmal ganz anders:

Wer aus seiner Faschismuskritik (die dann nicht viel taugen kann) nun aber den Schluss zieht, Antifa zu werden, der ist tatsächlich ein Fan der demokratischen Herrschaft.


8 Antworten auf “mpunkts logikwende oder wie begründe ich grau mal mit weiss und mal mit schwarz”


  1. 1 Punkt 07. Dezember 2007 um 11:47 Uhr

    Nein, daß klang da auch schon so:
    MPunkt sah und sieht sich als Kommunist, der unterschiedliche Schädigungen im Zeitablauf zur Kenntnis genommen hat, bzw. aktuell eben auch welche erleidet und zieht seine Schlüsse. In seinem Fall eben kommunistische.

    Es ist unbestritten, daß andere zwar auch zum Urteil kommen, Gegner des Faschismus sein zu wollen. Aber da es dafür zwar einige gute aber auch reihenweise schlechte Argumente gibt, kann man dann eben auch bei „Antifa“ rauskommen und damit recht schnell wieder bei den ganz normalen Fans der Demokratie landen.

    Grundsätzlich gilt doch: Einen Schluß ziehen, sich was einleuchten zu lassen, heißt doch überhaupt nicht, auch nicht in diesem Fall Faschismus/Demokratie, daß dieser konkrete individuelle Schluß jeweils ein richtiger „vernünftiger“ ist. Auch wenn jeder, vom Faschisten über den FDPler bis hin zum Antifa natürlich empört sagen wird, daß er sich seinen jeweiligen Standpunkt selbstverständlich gründlich überlegt hat, man ist und will schließlich keine Marionette irgendwelcher blöden Propaganda sein, sondern ist ein verantwortungsbewußter Staatsbürger (und manche wenige sind sogar Staatsgegner), haben viele eben Blödsinn im Kopf. Einige sogar für immer.

  2. 2 wurscht 10. Dezember 2007 um 11:18 Uhr

    Sie werden dem guten MPunkt doch zugestehen, seine Sicht auf die Dinge nach entsprechender Prüfung einer Revision zu unterziehen, oder etwa nicht?

  3. 3 Punkt 10. Dezember 2007 um 11:40 Uhr

    Lieber guter wurscht, das „gestehe“ ich sogar Ihnen zu, wenns beliebt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

  4. 4 wurscht 10. Dezember 2007 um 11:56 Uhr

    Das ist furchtbar nett von Ihnen, doch ich meinte den Autor des obigen Blogartikels.

  5. 5 gegenstandswechsel 10. Dezember 2007 um 18:47 Uhr

    ja wurscht, ich warte gespannt auf die bestätigung, dass es sich um eine revision handelt. da das aber einem fehlereingeständnis mpunkts nahezu gleichkommen würde, habe ich nur noch ein fünkchen hoffnung, das ich mir allerdings bis zuletzt aufheben werde.

  6. 6 MPunkt 10. Dezember 2007 um 23:47 Uhr

    Ich weiß gar nicht, wo da ein Widerspruch sein soll, weil das schlicht zwei verschiedene Gegenstände sind. Im ersten Zitat geht es um die Schummelei, die Demokratie dafür zu loben, dass sie kein Faschismus ist. DAS ergibt sich tatsächlich nie und nimmer logisch AUS der Faschismuskritik,weil die schlicht ein anderes Thema (eben Faschismus) zum Gegenstand hat. Demokratiefans sind diese Leute also auch schon vor ihrer Befassung mit dem Faschismus gewesen, weshalb sie auch darauf kommen, den Faschismus gleich wieder für ein sachfremdes Lob der Demokratie zu nutzen: die soll schließlich dafür gewürdigt werden, dass sie „immerhin“ kein Faschismus ist.

    Um diese Leute geht es auch im zweiten Zitat, nun aber um deren Faschismuskritik und nicht um deren Demokratielob. WEIL sie Demokratiefans sind, stellen sie am Faschismus immer nur Abweichungen von der Demokratie fest, was der Skandal und damit schon die ganze Kritik an ihm sein soll. (Die linke/ idealistische Variante davon geht halt so, alles, was einem an der Demokratie hier nicht passt, auch gleich noch dem [Post-]Faschismus zuzuschlagen). Darum ziehen die, WEIL sie Demokratiefans sind und DESWEGEN ihre Kritik am Faschismus nicht viel taugt, aus ihrer Faschismuskritik auch den verkehrten Schluss, Antifas zu werden, also die Demokratie gegen den Faschismus zu verteidigen. Wohlgemerkt: ihre VERTEIDIGUNG der Demokratie gegen den Faschismus folgt daraus, nicht, dass sie überhaupt Demokratiefans sind – DAS waren sie tatsächlich ja schon vorher.

    Diese beiden verschiedenen Seiten der gleichen Medaille zusammen genommen bilden übrigens noch einmal hübsch den Zirkelschluss dieser antifaschistischen Methodik ab: Für die Demokratie soll sprechen, dass sie kein Faschismus ist. Gegen den Faschismus soll sprechen, dass er keine Demokratie ist. Für die Demokratie soll also sprechen, dass sie nicht keine Demokratie ist, also dass sie eine ist. Demokratie ist gut, weil sie eine Demokratie ist … na toll.

  7. 7 wurscht 11. Dezember 2007 um 11:43 Uhr

    Demokratie ist gut, weil sie eine Demokratie ist … na toll.

    Das ist ungefähr so geistreich, wie die Selbstläufer und Warteschleifen, die Sie und Ihre Genossen im Geiste regelmäßig produzieren: Demokraten sind Demokratiefans (welch Skandal), weil sie die Demokratie gut finden (noch skandalöser). Ein Vorwurf der sich selbst genügt und notgedrungen ins Leere läuft, weil er kein eigentliches Ziel kennt (weswegen er wohl ständig wiederholt werden muss).

  8. 8 Antideutsch 11. Dezember 2007 um 12:17 Uhr

    @ Wurscht

    Entschuldigen Sie, aber so etwas habe ich bei den Genossen des Herrn MPunkt noch nicht gelesen, da lügen Sie aber wie gedruckt!

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