determinismus vs. empirie

Der zweite Referent von jimmy boyle Berlin nahm sich das in der bürgerlicher Presse vertretene Theorem vor, dass der rechtsextreme Terror im Osten aus der hohen Arbeitslosigkeit dort resultiere. Damit wird aber bloß Mitleid für die Nazis ausgedrückt, statt sich ihre Positionen zu erklären.

zeichnet mpunkt nach und hat sich bestimmt auch dieses deluxe-“argument“ einleuchten lassen:

Als Erklärung ist das schon empirisch nicht haltbar, weil ja nicht alle Arbeitslosen Nazis werden und umgekehrt auch nicht alle Nazis Arbeitslose sind.

denn arbeitslosigkeit ist für manche scheinbar ein gesellschaftliches phänomen, welches sich nur auf diejenigen auswirkt, die unmittelbar davon betroffen sind. und schon ist es „empirisch nicht haltbar“. und bekräftigt diese sicht noch einmal:

Warum, ist auch klar: Arbeitslosigkeit ist nämlich nur eine Lage, wie man sich diese erklärt, folgt daraus jedoch nicht. Die entsprechenden Schlüsse muss schließlich jeder selbst ziehen, was im übrigen auch die Widerlegung aller anderer Determinanten(kombinationen) ist, die zum Faschismus führen sollen.


1 Antwort auf “determinismus vs. empirie”


  1. 1 alkohol 13. Mai 2008 um 15:44 Uhr

    Na, aber was wäre denn nun eigentlich dran an der These, die große Arbeitslosigkeit produziere Nazi-Gesinnung?
    Und was machen nur mpunkt und jimmy boyle falsch?

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.

kostenloser Counter